Elternwegweiser

Der Elternwegweiser soll Ihnen helfen, mögliche offene Fragen im Vorfeld zu beantworten. Im Gründungsjahr ( 2017) starten wir mit einer ersten Jahrgangsstufe.

Waldorfschulen stehen grundsätzlich allen Kindern offen

  • unabhängig von Religion
  • ethnischer Herkunft
  • Weltanschauung
  • Einkommen der Eltern

Die Freie Waldorfschule Bad Kreuznach versteht sich als Schule der gesamten Region. Das Einzugsgebiet reicht im Süden von Rockenhausen und im Norden nach Rheinböllen. Im Westen von Idar-Oberstein und im Osten nach Ingelheim am Rhein. Innerhalb des Einzugsgebietes arbeiten die Waldorfkindergärten in Bad Kreuznach und Saulheim. Benachbarte Waldorfschulen befinden sich in Otterberg, Kastellaun und Mainz.

Jedes Kind wird in seinen Fähigkeiten gefördert, unterstützt und aufgefordert Neues zu erkennen und ganzheitlich zu erfahren. Hierbei werden gleichermaßen intellektuelle, kreative, künstlerische, praktische und soziale Fähigkeiten bei den Kinder und Jugendlichen gefördert. Die Schulzeit beträgt gundsätzlich 12 Schuljahre, unabhängig vom angestrebten Schulabschluss. Auch in höheren Klassen können Schüler als Querreinsteiger aufgenommen werden.

Abitur, Mittlere Reife, der Hautschul- oder Waldorfschulabschluss werden angeboten. In einer 13. Klasse bereiten sich die Schüler auf das Abitur vor.

Erziehung vom Kinde her

In den ersten Schuljahren wird das Lernen der Kinder sehr stark mit Bewegung verbunden und entspricht dem Wunsch des Kindes nach körperlicher Entfaltung und Entwicklung. Waldorfschüler lernen von der 1. bis zur 12. Klasse in einer stabilen und sich entwickelnden Klassengemeinschaft. Der Klassenlehrer begleitet „seine Klasse“ nach Möglichkeit 6 bis 8 Jahre und unterrichtet jeden Morgen mindestens die ersten beiden Stunden. Dabei lernt er seine Schüler sehr gut kennen und kann individuell auf ihre Stärken und Schwächen eingehen. Während in den ersten Jahren die „liebevolle Autorität“ des Lehrers den Schülern Sicherheit und Orientierung bietet, entwickelt sich das Lehrer-Schüler-Verhältnis im Laufe der Jahre zu einer umfassenden „Lern-Partnerschaft“. Kinder, die sich in einem Fach leichter tun, helfen denen, die es schwerer haben. Schülern, die manche Dinge ganz besonders schnell auffassen, geben die Lehrer anspruchsvolle Zusatzaufgaben.

Erziehung zum eigenen ICH

In der Waldorfschule werden neben den intellektuellen Fähigkeiten gleichgewichtig soziale, handwerkliche sowie künstlerische Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen gefördert. Dabei geht es um die Schulung differenzierter Wahrnehmung und die Entfaltung des schöpferischen Potenziales jedes einzelnen Schülers. In einer Schule, die nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten anspricht, entwickeln sich Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Kreativität und die Fähigkeit prozessual zu denken. Neben dem Hauptunterricht werden in unterschiedlichen „Epochen“ verschiedene Themengebiete umfassend und fächerübergreifend erarbeitet.  Vom ersten Schuljahr an lernen die Waldorfschüler zwei Fremdsprachen, dabei geht es in den ersten Jahren in erster Linie um das Verständnis der Kinder für „das Andere“ und die Öffnung für die Vielfalt der Welt. In zahlreiche Praktika werden Erfahrungen über den Schulalltag hinauserworben.

Lernen mit Geist, Körper und Seele

Der Unterricht an Waldorfschulen ist sehr handlungsorientiert und verändert sich mit den Entwicklungsphasen der Kinder und Jugendlichen. Während in den ersten Schuljahren das Gelernte mit Bewegungselementen vermiitelt wird, werden die Jugendlichen zunehmend über Ihren erwachenden Geist angesprochen. Künstlerische Fächer, handwerkliche Betätigungen, die Arbeiten in der Schulgärtnerei, gemeinsam erarbeitete Theaterstücke und selbstständig erarbeitete Jahresarbeiten unterstützen die ganzheitliche Entwicklung des heranwachsenden Menschen. Eigeninitiative entwickeln die Kinder nicht aufgrund von äußerem Leistungsdruck, sondern aus lebendigem Interesse und persönlicher Begeisterung für die vielfältigen Unterrichtsinhalte. Anstelle von Noten stehen individuelle Beurteilungen,in denen die Lehrer gleichermaßen auf den individuellen Lernfortschritt und die Entwicklung der Persönlichkeit eingehen.